# CO₂-Abscheidung und -Speicherung: Die neue Pilotpolitik für Unternehmensregistrierungen im Detail ## Ein neues Kapitel für den Klimaschutz In den vergangenen Jahren hat sich die globale Klimapolitik grundlegend gewandelt. Die Europäische Union hat mit ihrem Green Deal ehrgeizige Ziele gesetzt, und auch China hat seine Klimazuzagen mehrfach nachgeschärft – bis hin zum Ziel der Klimaneutralität bis 2060. In diesem Kontext gewinnt eine Technologie zunehmend an Bedeutung, die lange Zeit als zu teuer und zu komplex galt: die CO₂-Abscheidung und -Speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS). Die Branche steht jedoch vor einem grundlegenden Problem: Es fehlen klare regulatorische Rahmenbedingungen für die Registrierung und den Betrieb entsprechender Unternehmen. Genau hier setzt die neue Pilotpolitik an.

Wenn ich an meine über zwölf Jahre Erfahrung in der Beratung ausländischer Unternehmen bei der Jiaxi Steuerberatungsfirma zurückdenke, erinnere ich mich an viele Fälle, in denen innovative Umwelttechnologie-Unternehmen an bürokratischen Hürden gescheitert sind. Die Unsicherheit bei der Registrierung – speziell bei der Klassifizierung von Geschäftsbereichen, der Zuordnung von Zuständigkeiten und der Ausgestaltung von Genehmigungsverfahren – hat viele Investitionen verzögert oder sogar verhindert. Die Einführung der Pilotpolitik für die Registrierung von Unternehmen im Bereich CO₂-Abscheidung und -Speicherung ist daher nicht nur ein administrativer Schritt, sondern ein starkes Signal an den Markt: Dieser Sektor wird ernst genommen und soll sich nun in geordneten Bahnen entwickeln. Die Politik schafft die lang ersehnte Rechtssicherheit und ebnet den Weg für dringend benötigte Investitionen. Für uns als Beratungsgesellschaft ist dies ein Wendepunkt, denn jetzt können wir unseren Mandanten deutlich konkretere und belastbarere Auskünfte geben – das erleichtert die Arbeit ungemein.

## Hintergründe und treibende Kräfte Bevor wir uns in die Details der Pilotpolitik stürzen, lohnt ein Blick auf die Rahmenbedingungen. Die internationale Gemeinschaft hat sich verpflichtet, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Allein die Reduktion von Emissionen wird jedoch nicht ausreichen, um dieses Ziel zu erreichen – wir müssen bereits emittiertes CO₂ aus der Atmosphäre zurückholen. CCS-Technologien, bei denen Kohlendioxid direkt an der Quelle abgeschieden und anschließend sicher in unterirdischen Gesteinsschichten oder anderen Speichern eingelagert wird, gelten hierbei als unverzichtbarer Baustein. Der Weltklimarat IPCC hat mehrfach betont, dass nahezu alle Szenarien zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels ohne den massiven Einsatz von CCS nicht realisierbar sind.

Auch China hat dies erkannt. Das Land ist heute der größte CO₂-Emittent der Welt und steht vor der gewaltigen Aufgabe, eine wirtschaftliche Transformation einzuleiten, ohne die Energieversorgung zu gefährden. Die Kohle wird auf absehbare Zeit eine wichtige Rolle spielen – und genau hier kommt CCS zum Einsatz. Durch die Abscheidung und Speicherung von CO₂ aus Kohlekraftwerken lassen sich Emissionen drastisch reduzieren, während die Energieerzeugung stabil bleibt. In den letzten drei Jahren habe ich bei Jiaxi einen deutlichen Anstieg von Anfragen internationaler Kunden bemerkt, die im Bereich CCS tätig werden wollen. Diese Unternehmen – aus Norwegen, den Niederlanden, aber auch aus Kanada – hatten stets dieselben Fragen: Wie registriere ich ein solches Unternehmen in China? Welche Lizenzen brauche ich? Und welche steuerlichen Vorteile kann ich erwarten? Bisher musste ich oft mit bedauernden Blicken auf die unklare Rechtslage verweisen. Das hat sich mit der neuen Pilotpolitik zum Glück grundlegend geändert.

Auch die wirtschaftliche Dimension ist beachtlich. Laut einer aktuellen Studie der Internationalen Energieagentur wird der globale Markt für CCS-Technologien bis 2030 ein Volumen von mehreren hundert Milliarden US-Dollar erreichen. Wer heute die Weichen stellt, kann morgen einen enormen Wettbewerbsvorteil genießen. Die Pilotpolitik ist also strategisch klug angelegt: Sie öffnet die Tür für ausländisches Know-how und Kapital, während sie gleichzeitig den heimischen Markt strukturiert und reguliert. China möchte nicht nur Technologie importieren, sondern auch eigene Kompetenzen aufbauen – das wird durch die neuen Regelungen gezielt gefördert.

Für Investoren bedeutet dies: Der Zeitpunkt, in den CO₂-Abscheidungsmarkt einzusteigen, ist geradezu ideal. Die Politik schafft Klarheit, und die ersten Erfahrungen aus Pilotregionen zeigen, dass die Verwaltungspraxis durchaus pragmatisch gestaltet ist. Im nächsten Abschnitt werde ich die einzelnen Eckpunkte der Pilotpolitik detailliert erläutern und aufzeigen, was Unternehmen beachten müssen – und wo Chancen liegen.

## Klare Regelungen zur Unternehmensregistrierung Ein zentrales Element der Pilotpolitik betrifft die Definition und Registrierung von Unternehmen im Bereich CO₂-Abscheidung und -Speicherung. Bisher war es schwierig, ein Unternehmen mit diesem Tätigkeitsschwerpunkt korrekt zu klassifizieren – die bestehenden Branchenverzeichnisse kannten schlichtweg keine entsprechende Kategorie. Das führte dazu, dass viele Firmen als "Beratungsunternehmen" oder "Technologiedienstleister" registriert werden mussten, was wiederum zu Problemen bei der steuerlichen Einordnung und bei Fördermittelanträgen führte.

Die neue Pilotpolitik führt nun erstmals eine eigenständige Klassifizierungskategorie für CCS-Unternehmen ein. Das ist – ich muss es deutlich sagen – eine immense Erleichterung für die Praxis. Es gibt klare Definitionen, welche Tätigkeiten unter den Begriff der CO₂-Abscheidung, des Transports, der Speicherung und der anschließenden Nutzung fallen. Dadurch wird nicht nur die Registrierung vereinfacht, sondern auch die Beantragung von Fördermitteln und die steuerliche Behandlung erleichtert. In meiner Beratungspraxis hat sich immer wieder gezeigt: Eine präzise Klassifizierung ist der Grundstein für alle weiteren administrativen Schritte. Mit der neuen Politik müssen wir nicht mehr in Grauzonen arbeiten, sondern können unsere Mandanten klar und eindeutig beraten.

Die Pilotpolitik sieht dabei eine zweistufige Registrierung vor: Zunächst erfolgt eine Basisregistrierung, die den allgemeinen Anforderungen des Gesellschaftsrechts entspricht. In einem zweiten Schritt kann eine spezifische Fachregistrierung beantragt werden, die den CCS-Betrieb offiziell genehmigt. Diese Fachregistrierung ist an bestimmte Qualifikationsnachweise geknüpft – etwa den Nachweis technischer Kompetenz und die Vorlage eines detaillierten Sicherheitskonzepts. Die Erfahrungen aus den ersten Pilotregionen zeigen, dass die Behörden hier pragmatisch vorgehen und nicht überbürokratisieren. Allerdings rate ich jedem Unternehmen, die Vorbereitungen sehr sorgfältig zu treffen – die geforderten Nachweise sind anspruchsvoll und erfordern Zeit.

Besonders erwähnenswert ist ein Detail, das man auf den ersten Blick leicht übersehen könnte: Die Pilotpolitik ermöglicht es ausländischen Investoren, bestimmte CCS-Geschäftsbereiche als 100-prozentige Tochtergesellschaften in China zu führen. Dies bedeutet eine wesentliche Verbesserung gegenüber früheren Regelungen, die in vielen Bereichen eine Joint-Venture-Struktur mit chinesischen Partnern zwingend vorschrieben. Diese Öffnung hat unter meinen ausländischen Mandanten für große Aufregung gesorgt – endlich können sie ihre Technologien ohne rechtliche Stolpersteine direkt in China einsetzen. Es schafft Vertrauen in den Markt.

Steuerliche Vergünstigungen als Anreiz

Mein beruflicher Schwerpunkt bei Jiaxi liegt seit jeher auf der steuerlichen Gestaltung. Und genau hier gibt es im Rahmen der Pilotpolitik eine besonders gute Nachricht: CCS-Unternehmen sollen von erheblichen steuerlichen Vergünstigungen profitieren. Diese Anreize sind so ausgestaltet, dass sie sowohl kurzfristige Liquidität verschaffen als auch langfristige Planungssicherheit bieten. In einer Branche, die durch hohe Anfangsinvestitionen – denken Sie an Abscheidungsanlagen, Pipelines und geologische Erkundung – geprägt ist, sind solche Anreize überlebenswichtig.

Zu den wichtigsten Vergünstigungen gehören eine reduzierte Körperschaftsteuer für einen Zeitraum von fünf Jahren sowie eine beschleunigte Abschreibung für spezifische Anlagegüter, die in der CO₂-Abscheidungstechnologie eingesetzt werden. Hinzu kommen Zollbefreiungen für importierte High-Tech-Komponenten, die nicht in China hergestellt werden. Letzteres ist besonders relevant für ausländische Unternehmen, die ihre bewährten Technologien nicht nur transferieren, sondern auch weiterhin ihre spezifischen Komponenten liefern möchten. In meiner Beratungspraxis hat sich gezeigt, dass diese kombinierte steuerliche Entlastung eine Gesamtbelastung ermöglicht, die deutlich unter den üblichen Sätzen des produzierenden Gewerbes liegt.

Allerdings – und das kann ich nicht genug betonen – sind diese Vergünstigungen an Bedingungen geknüpft. Die Unternehmen müssen nachweisen, dass sie tatsächlich in China forschen, entwickeln und produzieren, und nicht lediglich Handelsniederlassungen eröffnen. Ein Teil der steuerlichen Vorteile wird nur gewährt, wenn ein bestimmter Mindestanteil der Wertschöpfung im Inland erfolgt. Das ist eine typisch chinesische Herangehensweise: Man lockt Unternehmen an, möchte aber sicherstellen, dass Technologietransfer und lokale Beschäftigung tatsächlich stattfinden. Für Technologieunternehmen aus Deutschland oder Skandinavien, die ohnehin langfristig in China produzieren möchten, ist dies jedoch keine Hürde, sondern eher die Bestätigung ihres Engagements.

Ein konkretes Beispiel aus meiner beruflichen Praxis verdeutlicht dies: Ein norwegischer Mandant, der spezialisierte Abscheidemodule herstellt, äußerte anfangs Skepsis gegenüber der geforderten lokalen Wertschöpfung. Nach intensiven Beratungsgesprächen – bei denen wir bei Jiaxi sogar einen temporären Personaltransfer nach Hangzhou koordiniert haben – erkannte er jedoch die strategischen Vorteile: Die lokale Fertigung ermöglichte nicht nur die steuerlichen Vorteile, sondern auch geringere Transportkosten und schnellere Lieferzeiten gegenüber Kunden im asiatischen Raum. Heute ist diese Firma einer der gefragtesten Zulieferer in der Region.

Die steuerlichen Vergünstigungen sind meiner Ansicht nach das stärkste Argument für einen schnellen Markteintritt in China. Ich rate jedoch dringend dazu, eine verbindliche steuerliche Vorabauskunft einzuholen, bevor man größere Investitionen tätigt. Die Ermessensspielräume der lokalen Steuerbehörden sind zu Beginn einer Pilotpolitik noch groß – und eine frühzeitige Abstimmung kann spätere Überraschungen vermeiden. Immer wieder erleben wir in der Praxis, dass Unternehmen sich zuerst um Betriebsgenehmigungen kümmern und erst später an das Finanzamt denken. Ein Fehler, der teuer werden kann.

Anforderungen an Umweltauflagen

Die Pilotpolitik verlangt von CCS-Unternehmen nicht nur eine Tätigkeit, die CO₂ speichert – sie verlangt auch, dass der gesamte Betrieb selbst höchsten Umweltstandards genügt. Diese Paradoxie mag seltsam klingen: Wie kann ein Unternehmen, das CO₂ abscheidet, gleichzeitig die Umwelt belasten? Die Praxis zeigt jedoch, dass bei der Lagerung und beim Transport von Kohlendioxid durchaus Risiken bestehen, die kontrolliert werden müssen. Deshalb beinhaltet die Pilotpolitik ein umfassendes Regelwerk für das betriebliche Umweltmanagement.

Konkret müssen CCS-Unternehmen ein umfassendes Überwachungssystem für ihre Speicherstätten installieren. Dieses System soll nicht nur die Integrität der Speicherung überwachen, sondern auch eventuelle Lecks an der Oberfläche detektieren. Besonders relevant ist dies in Regionen, die dicht besiedelt sind oder für Landwirtschaft genutzt werden. Die Pilotpolitik verlangt hier Technologien zur direkten Überwachung von CO₂-Konzentrationen im Boden sowie Datenübertragungs—Systeme, die die Informationen in Echtzeit an die Umweltbehörden weiterleiten. Ein ambitionierter Ansatz – aus meiner Perspektive jedoch unbedingt richtig und notwendig.

Hinzu kommen Anforderungen an die geologische Beschaffenheit der Speicherstätten. Die Pilotpolitik definiert Ausschlusskriterien: So dürfen CCS-Standorte nicht in seismisch aktiven Zonen, in Trinkwasserschutzgebieten oder in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten liegen. Die Unternehmen müssen vor der Betriebsaufnahme ein geologisches Gutachten vorlegen, das von unabhängigen, staatlich zugelassenen Instituten erstellt wird. In der Praxis bedeutet dies eine zusätzliche Vorlaufzeit – man sollte mindestens sechs Monate für die Gutachtenerstellung einplanen.

Ein Punkt, den viele ausländische Investoren zunächst unterschätzen, ist die Anforderung an die Nachsorgepflicht. Selbst nach Stilllegung einer Speicherstätte bleibt das Unternehmen verpflichtet, die Anlage über einen Zeitraum von bis zu dreißig Jahren zu überwachen und mögliche Schäden zu beheben. Dies erfordert eine Rückstellung, die wir als Steuerberater natürlich bilanziell abbilden müssen. Diese langfristigen Verpflichtungen sind zwar herausfordernd, schaffen aber auch Vertrauen in der Bevölkerung – und dies ist letztlich eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz von CCS-Technologien.

Pilotpolitik für die Registrierung von Unternehmen im Bereich CO2-Abscheidung und -Speicherung

Ich erinnere mich an einen intensiven Strategieworkshop mit einem kanadischen Mandanten, der zunächst über die Nachsorgeverpflichtungen verärgert war. Die Rückstellungen stellten einen erheblichen Teil seines Investitionsbudgets in Frage. Als wir jedoch gemeinsam die Perspektive der chinesischen Regierung durchspielten – dass es nämlich um die langfristige Sicherheit für die Bevölkerung geht – kippte seine Stimmung. Heute sieht er die strenge Nachsorge nicht als Last, sondern als Wettbewerbsvorteil gegenüber weniger transparenten Anbietern. Diese Haltung empfehle ich jedem.

Regionale Unterschiede meistern

China ist ein großes Land – diese Binsenweisheit bekommt bei der Implementierung der Pilotpolitik eine ganz neue Bedeutung. Die Pilotregionen für die CCS-Registrierung unterscheiden sich erheblich in ihren wirtschaftlichen Bedingungen, geologischen Gegebenheiten und administrativen Kapazitäten. Während Küstenstädte wie Shanghai und Shenzhen über hochentwickelte Technologiecluster verfügen, sind die nordwestlichen Provinzen wie Xinjiang oder Gansu eher durch speicherfähige Sedimentbecken und einen geringeren industriellen Ballungsraum geprägt.

Aufgrund dieser Unterschiede sieht die Pilotpolitik vor, dass die Provinzregierungen eigene Ausführungsbestimmungen erlassen können und dies auch sollen. In der Praxis führt dies dazu, dass sich die Genehmigungsverfahren von Region zu Region deutlich unterscheiden können – ein Faktum, das man als Investor nicht unterschätzen sollte. So kann die geforderte Kapitalbindung und die Dokumentationspflicht variieren. Dies ist kein Widerspruch zur zentralen Politik, sondern vielmehr eine willkommene Flexibilität, um lokale Besonderheiten zu berücksichtigen.

In meiner täglichen Arbeit bei Jiaxi erlebe ich immer wieder, dass Unternehmen versuchen, ihre einmal in einer Region erprobten Unterlagen in anderen Regionen einfach zu übernehmen. Das ist ein klassischer Anfängerfehler. Ein Unternehmen, das in der Inneren Mongolei erfolgreich registriert wurde, muss nicht automatisch die Anforderungen in Guangdong erfüllen. Gerade bei der Wahl des Standortes sollte man sich nicht von kurzfristigen Anreizen – wie etwa günstigeren Grundstückspreisen – blenden lassen, sondern die langfristigen administrativen Rahmenbedingungen sorgfältig prüfen und bewerten.

Ich habe vor etwa zwei Jahren an einem Projekt mit einem deutschen Unternehmen gearbeitet, das zunächst in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang Fuß fassen wollte. Die dortigen Behörden waren zwar kooperativ, verfügten aber über kaum Erfahrungen mit internationalen CCS-Unternehmen. Nach mehreren mühsamen Verhandlungsrunden ist das Unternehmen dann letztlich doch nach Jiangsu gewechselt, wo die industrielle Infrastruktur und die behördliche Kompetenz bereits besser entwickelt waren. Die anfängliche Zeitersparnis durch den scheinbar einfacheren Zugang in Heilongjiang wurde durch langwierige Verfahren wieder aufgezehrt.

Mein Rat lautet daher: Setzen Sie sich bereits vor der Standortwahl mit den lokalen Behörden in Verbindung und klären Sie nicht nur die formellen Registrierungsfragen, sondern auch informelle Erwartungen und Anforderungen. Die Chinesen sagen: `先小人后君子` – erst der Streit, dann die Gentleman-Diskussion. Damit ist gemeint, dass man zu Beginn hart verhandeln und die Details klären soll, um später eine reibungslose Zusammenarbeit zu ermöglichen. Diese Mentalität prägt auch die Behörden – und wer dies weiß, ist deutlich im Vorteil.

Meldepflichten und Transparenz

Transparenz ist ein Schlüsselbegriff in der CCS-Pilotpolitik. Die Unternehmen müssen nicht nur über ihre Aktivitäten berichten, sondern auch die gespeicherten CO₂-Mengen regelmäßig offenlegen. Hierfür hat die Politik eine spezifische Meldepflicht eingeführt, die auf einer einheitlichen Plattform aufbaut. Die Unternehmen sind verpflichtet, vierteljährlich Daten über abgeschiedene, transportierte und gespeicherte Mengen zu übermitteln. Diese Daten werden anschließend nicht nur für behördliche Kontrollen verwendet, sondern auch öffentlich in aggregierter Form zugänglich gemacht.

Diese Transparenzverpflichtung mag auf den ersten Blick wie ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand wirken. In der Praxis hat sie jedoch weitreichende Vorteile: Sie schafft Vertrauen bei Anwohnern und Geschäftspartnern und erleichtert die Kommunikation von Erfolgen der CCS-Maßnahmen. In Regionen, in denen bereits CCS-Anlagen betrieben werden, zeigt sich, dass die öffentliche Akzeptanz dort deutlich höher ist, wo die Bevölkerung über die Mengen und die Sicherheit der Speicherung umfassend informiert wird. Dies ist ein wichtiges Ergebnis – ich sage immer: „Gute Kommunikation ist die halbe Betriebserlaubnis.“

Die Pilotpolitik definiert dabei eine Reihe von Ausnahmen, wenn es um vertrauliche Unternehmensdaten geht, etwa im Bereich der Technologieprozesse. Es muss eine Abwägung getroffen werden zwischen dem öffentlichen Interesse an Transparenz und dem Schutz von Geschäftsgeheimnissen. Meiner Erfahrung nach sind die Behörden hier durchaus flexibel und akzeptieren gut begründete Anträge auf teilweise Nicht-Veröffentlichung kritischer Informationen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Begründung nachvollziehbar und plausibel ist – pauschale Bedenken werden meist nicht akzeptiert.

Aus der Perspektive der Steuerberatung ist diese Transparenzpflicht ein Segen: Die Datenbasis verbessert sich erheblich und eine klar strukturierte Dokumentation erleichtert die Betriebsprüfung. In unserem Haus haben wir mittlerweile eigene Vorlagen entwickelt, um die quartalsweisen Meldungen effizient zu gestalten – unser Standard kann für Mandanten deutlich erhebliche Zeitersparnis bedeuten. Die anfängliche Umstellung auf die neuen Meldepflichten ist zwar etwas aufwendig, zahlt sich aber langfristig durch eine redundanzfreie und konsistente Datenhaltung aus.

Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte

CCS ist eine hochspezialisierte Branche, die qualifizierte Arbeitskräfte mit interdisziplinärem Wissen erfordert. Die Pilotpolitik trägt dieser Tatsache Rechnung, indem es spezielle Anforderungen für die Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte stellt. Betreiber von CCS-Anlagen müssen nachweisen, dass ihre Mitarbeiter über entsprechende Qualifikationen verfügen und regelmäßig geschult werden. Die Politik schreibt dabei ein bestimmtes Mindestmaß an jährlichen Schulungsstunden vor – welche Inhalte vermittelt werden, bleibt jedoch den Unternehmen überlassen. Eine flexible Lösung, die auf Eigenverantwortung setzt.

Die Realität sieht allerdings oft anders aus: Die Zahl der Spezialisten auf diesem Gebiet ist äußerst begrenzt, und die wenigen Fachleute, die es gibt, sind stark umkämpft. China versucht dem durch gezielte Hochschulinitiativen entgegenzuwirken – etwa durch neue Studiengänge und Zertifikatsprogramme, die mit renommierten internationalen Institutionen kooperieren. Als Berater erlebe ich aber, dass die Konkurrenz um die besten Talente hart ist und Unternehmen mit ausländischen Personaldienstleistern oder Headhuntern arbeiten müssen, um geeignete Kandidaten zu finden. Die Einbindung deutscher, niederländischer und japanischer Experten hat sich als bewährtes Mittel erwiesen, um Know-how aufzubauen – ein Ansatz, der auch unter der Pilotpolitik ausdrücklich unterstützt wird.

Die Pilotpolitik erlaubt es ausländischen Fachkräften, in den CCS-Unternehmen tätig zu sein, unter erleichterten Visa-Bedingungen. Diese Regelung ist ein starkes Zeichen: Man hat verstanden, dass Technologie nur begrenzt übertragen werden kann, wenn nicht auch Menschen das Wissen begleiten. Im Zuge eines laufenden Projekts bei Jiaxi haben wir einem deutschen Ingenieur zu einem sogenannten „R-Visum“ (für seltene Fachkräfte) verholfen – für dessen Familie schloss sich dann auch ein Arbeitsmarktzugang an. Trotz anfänglicher bürokratischer Reibungen im Detail war am Ende die Bearbeitungszeit deutlich kürzer, als wir befürchtet hatten. Die Behörden sind in dieser Frage erstaunlich lösungsorientiert.

Für Investoren, die langfristig in CCS einsteigen möchten, ist das Thema Personal daher ein strategischer Erfolgsfaktor. Die Lohnkosten für Spitzenkräfte im CCS-Bereich liegen in China bereits heute auf internationalem Niveau. Deshalb sollte die Entscheidung, ob man eigene Mitarbeiter aufbaut oder auf spezialisierte Dienstleister zurückgreift, sehr früh gefällt werden. Eine kluge Personalpolitik, die internes Wachstum und gezielte externe Kooperationen kombiniert, hat sich in der Praxis am meisten bewährt. So schafft man sich Stabilität und Wissen im eigenen Team.

Marktaussichten und strategische Planung

Wenn wir auf die bisherigen Eckpunkte der Pilotpolitik blicken, wird deutlich: China hat eine umfassende und in vielen Bereichen mutige Regulierung geschaffen, die dem CCS-Sektor den Weg ebnen soll. Diese Politik steht nicht isoliert, sondern ist Teil einer übergeordneten Klimastrategie, die eine Reduktion von mindestens 650 Millionen Tonnen CO₂ durch CCS bis zum Jahr 2035 vorsieht. Das ist ein ambitioniertes Ziel – aber einer der am schnellsten wachsenden Märkte der Welt bietet eben auch enorme Chancen.

Für Investoren und Unternehmen bedeutet dies: Wer jetzt handelt, kann sich entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern. Die ersten drei bis fünf Jahre werden voraussichtlich durch einen hohen Nachfrageüberhang nach Technologien und Know-how geprägt sein, während gleichzeitig das regulatorische Fundament noch gefestigt wird. Dies ist die Phase, in der sowohl etablierte Konzerne als auch innovative Newcomer in den Markt drängen. Die entscheidenden Fragen sind: Partner oder allein? Lokale Wertschöpfung oder Technologieimport? Und vor allem: Wie strukturiert man das Investment aus steuerlicher Sicht optimal, sodass man flexibel bleibt und Risiken minimiert?

In vielen Gesprächen mit Investoren spüre ich eine wachsende Zuversicht, aber auch eine nervöse Anspannung – die Angst, die falschen Entscheidungen zu treffen. Hier gilt es, ruhig und systematisch vorzugehen. Wir bei Jiaxi haben die Erfahrung gemacht, dass ein strukturierter Prozess, der steuerliche, rechtliche und operative Aspekte parallel betrachtet, die besten Ergebnisse erzielt. Überstürzte Maßnahmen – etwa die schnelle Gründung einer regionalen Tochtergesellschaft ohne genaue Prüfung der Marktgegebenheiten – führen langfristig selten zum Erfolg.

Eine wichtige Erkenntnis aus unserer Beratungspraxis ist darüber hinaus, dass Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit anderen erneuerbaren Technologien in China gesammelt haben, im CCS-Bereich deutlich schneller vorankommen. Das regulatorische Umfeld ist für Neueinsteiger zwar freundlicher geworden, aber der kulturelle Faktor – geprägt durch Hierarchien und Gesprächstaktiken – bleibt eine echte Herausforderung. Man kann und sollte sich auf die langen Atemzüge der chinesischen Verwaltungspraxis einstellen. Der berühmte `Guanxi` – das Netzwerk persönlicher Beziehungen – spielt im CCS-Bereich ebenfalls eine wichtige Rolle, wird aber durch die transparente und strukturierte Pilotpolitik allmählich in formelleren Bahnen kanalisiert.

Abschließend möchte ich allen Investoren Mut machen: Die CO₂-Abscheidung ist nicht nur eine technologische, sondern auch eine strategische Chance. In meiner Rückschau auf vierzehn Jahre Registrierungserfahrung habe ich einige Branchen auf- und absteigen sehen. CCS hat das Potenzial, zu den großen Wachstumsmärkten der kommenden Jahrzehnte zu gehören – ebenso wie die Solartechnologie vor zwanzig Jahren. Die Weichen sind gestellt, und die Pilotpolitik gibt uns allen ein Instrument, um an dieser Reise teilzunehmen. Die Frage ist nicht, ob man teilnimmt, sondern nur, wann und wie.

## Zusammenfassung und Ausblick Die neue Pilotpolitik zur Registrierung von Unternehmen im Bereich CO₂-Abscheidung und -Speicherung ist ein Meilenstein für die Entwicklung dieses Sektors in China. Sie schafft klare rechtliche Rahmenbedingungen, steuerliche Anreize und ein geordnetes Umweltregime, das internationalen Standards nahekommt. Für ausländische Investoren öffnet sie eine Tür zu einem der dynamischsten Märkte der Welt – mit der Aussicht auf langfristige, profitable Engagements, die gleichermaßen dem Klimaschutz dienen.

Die dargestellten Aspekte aus Registrierung, steuerlicher Förderung, Umweltauflagen, regionalen Besonderheiten, Transparenzpflichten und Personalentwicklung zeigen: Es gibt noch viele operative Fragen zu klären, aber die Rahmenbedingungen sind nun klar umrissen. Der Handlungsspielraum für unternehmerische Kreativität ist groß – das wird jene belohnen, die mit Sorgfalt und strategischer Weitsicht agieren. Die kommenden zwölf Monate werden entscheidend dafür sein, welche Unternehmen sich als First Mover positionieren können, bevor die Regulierung weiter ausreift und der Wettbewerb dichter wird.

## Jiaxi Steuerberatungsgesellschaft: Einschätzung zur Pilotpolitik Die Einführung der Pilotpolitik für CCS-Unternehmen ist ein aus unserer Perspektive überfälliger, aber umso wertvollerer Schritt. Jene Unternehmen, die frühzeitig auf die strukturierte Registrierung und die steuerlichen Vergünstigungen setzen, werden erheblich von den neuen Regelungen profitieren. Wir empfehlen Investoren, insbesondere die bilanziellen Rückstellungsfragen bei den langfristigen Nachsorgepflichten und die Standortwahl in enger Abstimmung mit den lokalen Behörden zu treffen. Der Wissenstransfer aus Europa und Nordamerika wird durch die Öffnung für ausländische Fachkräfte begünstigt – eine Chance, die genutzt werden sollte, bevor sich der Markt weiter konsolidiert. Unser Team bei Jiaxi steht bereit, Sie mit langjähriger Erfahrung bei der Registrierung und steuerlichen Optimierung zu begleiten.