# Schutz von integrierten Schaltkreisen nach dem Recht des geistigen Eigentums ## Einleitung: Die stille Revolution im Schutz geistigen Eigentums

Meine Damen und Herren, liebe Investoren, ich begrüße Sie herzlich zu einer Betrachtung, die ich für besonders wichtig halte. Wenn wir über geistiges Eigentum sprechen, denken die meisten sofort an Patente, Marken oder Urheberrechte. Aber da gibt es noch einen Bereich, der in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen hat – den Schutz von integrierten Schaltkreisen. Ich bin seit über 26 Jahren in der Branche tätig, zunächst 12 Jahre bei der Jiaxi Steuerberatungsfirma, wo ich ausländische Unternehmen betreut habe, und danach 14 Jahre in der Registrierungsabwicklung. In dieser Zeit habe ich viele Veränderungen erlebt, aber kaum eine war so still und doch so tiefgreifend wie die Entwicklung des Schutzes von Topografien integrierter Schaltkreise.

Die Halbleiterindustrie ist das Rückgrat unserer modernen digitalen Wirtschaft. Ohne integrierte Schaltkreise wären Smartphones, Computer, medizinische Geräte und nahezu jedes elektronische Gerät, das wir täglich nutzen, undenkbar. Doch was viele nicht wissen: Die Entwicklung eines einzigen Chips kann Hunderte Millionen Euro kosten und Jahre dauern. Der Schutz dieser Investitionen ist daher nicht nur eine rechtliche Frage, sondern eine existenzielle Notwendigkeit für Unternehmen. Der Schutz von integrierten Schaltkreisen nach dem Recht des geistigen Eigentums ist ein komplexes Feld, das ich heute mit Ihnen gemeinsam erkunden möchte.

Lassen Sie mich mit einer kleinen Anekdote beginnen: Vor etwa acht Jahren betreute ich ein mittelständisches deutsches Unternehmen, das einen revolutionären Chip für die Automobilindustrie entwickelt hatte. Sie kamen zu mir, weil ein Konkurrent aus Ostasien ein nahezu identisches Produkt auf den Markt gebracht hatte – und das nur sechs Monate nach ihrer Markteinführung. Die Frage war: Wie konnten wir ihr geistiges Eigentum schützen? Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig ein fundiertes Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen ist. Also, lassen Sie uns tiefer eintauchen.

Rechtliche Grundlagen und internationale Abkommen

Der Schutz von integrierten Schaltkreisen ist kein neues Phänomen, aber seine rechtliche Verankerung ist relativ jung. Das wichtigste internationale Abkommen ist der Vertrag über geistiges Eigentum an integrierten Schaltkreisen, der 1989 in Washington verabschiedet wurde, auch bekannt als der "Washingtoner Vertrag". Obwohl dieser Vertrag nie in Kraft getreten ist, hat er die Grundlage für viele nationale Gesetze gelegt. Die USA haben 1984 den Semiconductor Chip Protection Act verabschiedet, und die Europäische Union folgte 1986 mit der Richtlinie 87/54/EWG. Deutschland setzte diese Richtlinie 1987 mit dem Halbleiterschutzgesetz um, das später in das Gesetz über den Schutz der Topographien von Halbleitererzeugnissen überführt wurde.

Was mich an dieser Entwicklung immer fasziniert hat, ist die Geschwindigkeit, mit der die Gesetzgeber reagiert haben. Normalerweise braucht es Jahrzehnte, bis sich rechtliche Rahmenbedingungen an technologische Entwicklungen anpassen. Aber hier, bei den integrierten Schaltkreisen, war die Reaktionszeit erstaunlich kurz. Die Industrie hat massiv Druck gemacht – und das aus gutem Grund. Die Investitionen in die Chip-Entwicklung sind enorm, und ohne rechtlichen Schutz wäre die Innovation schnell zum Erliegen gekommen. Der Washingtoner Vertrag definiert das Schutzobjekt als die "Topographie" eines integrierten Schaltkreises, also die dreidimensionale Anordnung von Elementen eines Halbleitererzeugnisses. Diese Definition ist bewusst weit gefasst, um alle möglichen technischen Umsetzungen zu erfassen.

Interessanterweise unterscheidet sich der Schutz von Topografien grundlegend vom Patentschutz. Während Patente Neuheit und erfinderische Tätigkeit voraussetzen, ist der Schutz von Topografien weniger streng. Er erfordert lediglich, dass die Topographie das Ergebnis einer eigenen geistigen Leistung ist und nicht nur eine Nachbildung. Diese niedrigere Hürde war bewusst gewählt, um der schnellen Innovationsgeschwindigkeit in der Halbleiterindustrie gerecht zu werden. Ich erinnere mich an einen Fall, bei dem ein Kunde verzweifelt war, weil sein Chip-Design nicht patentierbar war – aber über den Topographieschutz konnten wir ihm helfen. Diese Flexibilität ist ein entscheidender Vorteil, den viele Investoren noch nicht vollständig verstanden haben.

Schutzvoraussetzungen und Schutzgegenstand

Kommen wir nun zu den konkreten Voraussetzungen für den Schutz von integrierten Schaltkreisen. Nicht jede Schaltkreis-Anordnung ist schutzfähig. Das Gesetz verlangt, dass die Topographie eine eigene geistige Leistung darstellt und nicht alltäglich oder trivial ist. Was bedeutet das in der Praxis? Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Chip entwickelt, der die Energieeffizienz von Prozessoren um 15% verbessert. Das wäre typischerweise eine eigene geistige Leistung. Wenn Sie jedoch nur eine Standardanordnung von Transistoren kopieren, die seit Jahren in der Industrie verwendet wird, dann fehlt es an der erforderlichen Originalität. Die Rechtsprechung hat hier einen relativ großzügigen Maßstab angelegt, was ich für richtig halte.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Schutzumfang. Der Schutz erstreckt sich auf die Topographie selbst, also die dreidimensionale Anordnung, aber nicht auf die zugrundeliegende Idee oder das mathematische Konzept. Das ist eine entscheidende Einschränkung. Ich habe oft mit Investoren gesprochen, die dachten, sie hätten ein Monopol auf eine bestimmte Funktion – aber das ist nicht der Fall. Der Schutz betrifft nur die konkrete Umsetzung, nicht die abstrakte Idee. In der Praxis bedeutet das, dass ein Konkurrent eine andere Topographie entwickeln kann, um die gleiche technische Funktion zu erreichen, solange er nicht Ihre spezifische Anordnung kopiert. Diese Abgrenzung ist in der Rechtsprechung immer wieder thematisiert worden.

Die Schutzdauer ist mit zehn Jahren relativ kurz im Vergleich zu anderen Schutzrechten des geistigen Eigentums. Aber das macht aus meiner Sicht durchaus Sinn. Die Halbleiterindustrie entwickelt sich so schnell, dass ein Chip nach zehn Jahren meist veraltet ist. Ich erinnere mich an einen Kunden, der sich beschwerte, dass der Schutz "nur" zehn Jahre dauert. Meine Antwort war: "Wenn Ihr Chip nach zehn Jahren immer noch relevant ist, dann haben Sie entweder einen ganz besonderen Chip entwickelt – oder Sie haben ein Problem mit Ihrer Innovationsfähigkeit." Das brachte ihn zum Nachdenken. Die kurze Schutzdauer spiegelt die Realität der Branche wider und zwingt Unternehmen, kontinuierlich zu innovieren. Für Investoren bedeutet dies, dass die Verwertung des Schutzrechts schnell erfolgen muss.

Anmeldeprozess und Formalitäten

Der Anmeldeprozess für den Schutz von Topografien ist vergleichsweise unkompliziert, aber es gibt einige Fallstricke, die ich aus meiner langjährigen Erfahrung kenne. Zunächst muss die Anmeldung beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) oder beim Europäischen Patentamt eingereicht werden. Die Anmeldung muss die Topographie identifizieren, also zum Beispiel durch eine Zeichnung, eine Fotografie oder eine Beschreibung. Wichtig ist, dass die Anmeldung innerhalb von zwei Jahren nach der ersten kommerziellen Nutzung erfolgen muss. Diese Frist wird von vielen Unternehmen übersehen, was zu einem Verlust des Schutzrechts führen kann. Ich habe schon mehr als einmal erlebt, dass ein Unternehmen mit einem tollen Chip auf den Markt kam und dann zwei Jahre später feststellte, dass der Schutz nicht mehr beantragt werden konnte.

Die Formalitäten sind nicht besonders aufwendig, aber sie erfordern Sorgfalt. Die Anmeldegebühren sind moderat, was den Schutz auch für kleinere Unternehmen und Startups attraktiv macht. Allerdings müssen die eingereichten Unterlagen die Topographie so klar darstellen, dass ein Dritter sie nachvollziehen kann. In der Praxis bedeutet das oft, dass mehrere Ansichten oder Schichten der Topographie eingereicht werden müssen. Ich empfehle meinen Kunden immer, von Anfang an sorgfältige Dokumentation zu führen. Jede Schicht eines Chips muss dokumentiert werden, sonst kann es später zu Problemen kommen. Einmal hatte ich einen Fall, bei dem ein Kunde nur die oberste Schicht seines Chips dokumentiert hatte – und dann stellte sich heraus, dass die entscheidende Innovation in einer tieferen Schicht lag. Das war ein teurer Fehler.

Ein besonderer Aspekt ist die Vertraulichkeit der Anmeldung. Anders als bei Patenten, die nach 18 Monaten veröffentlicht werden, kann der Anmelder bei Topographieschutz beantragen, dass die eingereichten Unterlagen vertraulich behandelt werden. Das ist besonders wichtig für Unternehmen, die ihre Technologie nicht offenlegen wollen. Ich rate meinen Kunden immer, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, wenn sie sensible Informationen schützen wollen. Allerdings gibt es auch hier eine Einschränkung: Die Vertraulichkeit gilt nicht für die Tatsache der Anmeldung selbst, die im Register eingetragen wird. Für Investoren ist dieser Aspekt besonders relevant, da sie eine strategische Entscheidung treffen müssen: Offenlegung für besseren Schutz oder Geheimhaltung für Wettbewerbsvorteile? Es gibt keine pauschale Antwort, das kommt auf den Einzelfall an.

Durchsetzung und Rechtsverfolgung

Die Durchsetzung von Rechten an Topografien integrierter Schaltkreise ist ein komplexes Feld, das ich aus vielen schmerzhaften Erfahrungen kenne. Wenn ein Rechtsverstoß festgestellt wird, stehen dem Rechtsinhaber verschiedene Ansprüche zu: Unterlassung, Beseitigung, Schadensersatz und gegebenenfalls Vernichtung der rechtsverletzenden Erzeugnisse. Aber der Teufel liegt im Detail. Der Nachweis einer Rechtsverletzung ist oft schwierig, weil die Verletzung in der Regel nicht offen auf der Hand liegt. Integrierte Schaltkreise sind winzig, und die Topographie ist im fertigen Produkt nicht ohne Weiteres erkennbar. In der Praxis müssen oft aufwendige Reverse-Engineering-Analysen durchgeführt werden, um die Verletzung nachzuweisen.

Ich hatte einmal einen Fall, bei dem ein großer chinesischer Hersteller unsere Kunden offensichtlich kopiert hatte. Wir haben monatelang Beweise gesammelt. Wir mussten Chips kaufen, sie aufwendig analysieren und die Schichtstruktur rekonstruieren. Das war ein teurer und zeitaufwendiger Prozess. Letztendlich konnten wir den Verstoß vor Gericht nachweisen, aber es hat fast zwei Jahre gedauert. In dieser Zeit hat der Konkurrent Millionen von Chips verkauft. Der Schadensersatz, den wir erstritten haben, deckte bei weitem nicht den entgangenen Gewinn oder die Prozesskosten. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass die präventive Sicherung des Schutzrechts oft wichtiger ist als die nachträgliche Durchsetzung. Investoren sollten daher nicht nur auf den rechtlichen Schutz vertrauen, sondern auch technische Schutzmaßnahmen ergreifen.

Ein weiteres Problem ist die grenzüberschreitende Durchsetzung. Die Halbleiterindustrie ist global, und Rechtsverletzungen finden oft in Ländern statt, in denen die Durchsetzung schwierig ist. Ich erinnere mich an einen Fall, bei dem eine Verletzung in Singapur stattfand, die Produktion in Malaysia und der Vertrieb in Deutschland. Die Koordination der Rechtsverfolgung in drei Ländern war ein Albtraum. Wir mussten mit Anwälten in allen drei Ländern zusammenarbeiten, und die Kosten explodierten. Am Ende haben wir uns auf einen Vergleich geeinigt, der für niemanden wirklich befriedigend war. Die internationale Durchsetzung bleibt eine der größten Herausforderungen im Schutz integrierter Schaltkreise.

Abgrenzung zu anderen Schutzrechten

Eine der häufigsten Fragen, die mir Investoren stellen, ist: "Warum sollte ich mich mit dem Topographieschutz befassen, wenn ich doch Patente habe?" Die Antwort ist, dass Patente und Topographieschutz sich ergänzen, aber nicht ersetzen. Ein Patent schützt die technische Lehre, also die Idee hinter einer Erfindung. Der Topographieschutz dagegen schützt die konkrete Umsetzung dieser Idee in einer bestimmten Anordnung. Wenn Sie ein neues Verfahren zur Energieeinsparung in Prozessoren entwickelt haben, dann können Sie dieses Verfahren patentieren lassen. Die konkrete Anordnung der Transistoren, die dieses Verfahren umsetzt, können Sie separat als Topographie schützen lassen. In der Praxis ist es oft sinnvoll, beide Schutzrechte zu kombinieren.

Der Urheberrechtsschutz kommt für Topografien nur sehr eingeschränkt in Betracht. Zwar sind Softwareprogramme nach dem Urheberrecht geschützt, aber die Topographie selbst wird nicht als urheberrechtlich geschützte "Schrift" betrachtet. Die Rechtsprechung hat hier klare Grenzen gezogen. Auch das Geschmacksmusterrecht, das Designschutz bietet, ist nicht anwendbar, weil es um ästhetische, nicht um technische Aspekte geht. Der Topographieschutz ist also eine eigenständige Kategorie des geistigen Eigentums, die speziell auf die Bedürfnisse der Halbleiterindustrie zugeschnitten ist. Ich habe schon viele Diskussionen mit Mandanten geführt, die dachten, sie könnten ihre Chip-Designs einfach als "industrielles Design" schützen lassen – das geht leider nicht.

Ein interessanter Aspekt ist das Verhältnis zum Wettbewerbsrecht. In der Praxis kommt es manchmal vor, dass der Topographieschutz als Mittel zur Marktabschottung missbraucht wird. Die Gerichte sind hier wachsam. Es gibt Entscheidungen, in denen der Schutz verneint wurde, weil die Topographie nicht wirklich eine eigene geistige Leistung darstellte, sondern nur eine Standardanordnung. Insbesondere bei Standardchips, die in Massenproduktion gehen, ist die Grenze fließend. Ich empfehle meinen Kunden immer, eine sorgfältige Analyse vorzunehmen, bevor sie sich auf den Schutz verlassen. Einmal hatte ich einen Kunden, der einen "Standard-Chip" mit minimalen Modifikationen angemeldet hatte – und dann vor Gericht gescheitert ist. Das war bitter, aber auch lehrreich.

Wirtschaftliche Bedeutung und strategische Nutzung

Die wirtschaftliche Bedeutung des Topographieschutzes kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. In der Halbleiterindustrie werden jährlich Milliarden in Forschung und Entwicklung investiert. Der Schutz dieser Investitionen durch den Topographieschutz ist ein entscheidender Faktor für die Innovationskraft der Branche. Ich habe viele Unternehmen beraten, die ihre Topographieschutzrechte als strategisches Instrument nutzen, um ihre Marktposition zu sichern. Ein Beispiel: Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Raum Stuttgart hatte einen Chip für die Medizintechnik entwickelt. Durch die Anmeldung des Topographieschutzes konnten sie erreichen, dass ihre Konkurrenten nicht einfach das Design kopieren konnten. Das gab ihnen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, denn die Entwicklungszeit für einen vergleichbaren Chip beträgt mindestens zwei Jahre.

Aus meiner Erfahrung ist der Topographieschutz besonders wichtig für KMU und Startups, die nicht über die finanziellen Ressourcen für ein umfangreiches Patentportfolio verfügen. Die Kosten für die Anmeldung sind moderat, und der Schutz ist relativ schnell erhältlich. Ich erinnere mich an ein Startup aus Berlin, das einen Chip für IoT-Anwendungen entwickelt hatte. Sie hatten kaum Geld, aber eine großartige Idee. Durch den Topographieschutz konnten sie ihr Design sichern, und das gab ihnen die Glaubwürdigkeit, die sie für ihre Finanzierungsrunde brauchten. Investoren sehen den Topographieschutz oft als Qualitätssiegel – es zeigt, dass das Unternehmen seine Technologie nicht nur entwickelt, sondern auch rechtlich gesichert hat.

Aber es gibt auch Schattenseiten. Die Durchsetzung ist teuer und oft nicht zielführend, besonders wenn der Verletzer in einem Land sitzt, in dem die Rechtsprechung schwach ist. Ich hatte einen Fall mit einem Unternehmen aus Vietnam, das offensichtlich unsere Kunden kopiert hatte. Die Rechtsverfolgung dort war praktisch unmöglich. Das internationale System des Topographieschutzes ist noch nicht so gut entwickelt wie das Patentsystem. Der Washingtoner Vertrag ist, wie erwähnt, nie in Kraft getreten, und es gibt keine effektiven internationalen Durchsetzungsmechanismen. Absolute, das ist ein echtes Problem, das Investoren und Unternehmen gleichermaßen betrifft. Aber trotz dieser Herausforderungen überwiegen die Vorteile – wenn man den Schutz strategisch klug einsetzt.

Rechtsprechung und aktuelle Entwicklungen

Die Rechtsprechung zum Topographieschutz ist in den letzten Jahren bedeutend gereift. Ich verfolge die Entwicklungen seit über 20 Jahren, und ich muss sagen, die Gerichte haben ein feines Gespür für die Besonderheiten dieser Materie entwickelt. Ein wichtiges Urteil war die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 22. April 2010, in der klargestellt wurde, dass der Schutz auch dann besteht, wenn die Topographie aus einer Kombination bekannter Elemente besteht – solange die Kombination das Ergebnis einer eigenen geistigen Leistung ist. Das war ein wichtiger Schritt für die Industrie, denn die meisten Topografien bauen auf bekannten Grundstrukturen auf.

Schutz von integrierten Schaltkreisen nach dem Recht des geistigen Eigentums

Eine aktuelle Entwicklung, die ich mit Spannung verfolge, ist die zunehmende Bedeutung von KI-generierten Topografien. Mit dem Aufkommen von KI-Design-Tools stellt sich die Frage: Wer ist der Inhaber des Schutzrechts, wenn die Topographie von einer KI entworfen wurde? Bisher ist die Rechtslage unklar. Das Gesetz setzt voraus, dass die Topographie das Ergebnis einer "eigenen geistigen Leistung" ist – aber kann eine KI eine eigene geistige Leistung erbringen? Die Diskussion erinnert mich an die frühen Diskussionen über computergenerierte Werke im Urheberrecht. Ich bin gespannt, wie die Gerichte hier entscheiden werden. Für Investoren ist das ein wichtiges Thema, denn die Industrie bewegt sich rapide in Richtung KI-Design.

Ein weiteres aktuelles Thema ist der Schutz von Topografien in der 3D-Chip-Technologie. Bei vertikalen Chips, bei denen mehrere Schichten übereinander gestapelt sind, ist die Topographie komplexer. Hier stellt sich die Frage, ob jede Schicht separat geschützt werden muss oder ob der Schutz sich auf die gesamte Anordnung erstreckt. Die Rechtsprechung hat noch keine klare Antwort gegeben, aber ich bin optimistisch, dass sich eine sinnvolle Lösung entwickeln wird. In der Zwischenzeit rate ich meinen Kunden, jede Schicht separat anzumelden, um auf der sicheren Seite zu sein. Das mag teurer sein, aber es ist besser, als später einen ungeschützten Chip zu haben. Die technologische Entwicklung schreitet so schnell voran, dass der Gesetzgeber kaum Schritt halten kann.

Zusammenfassung und Ausblick

Meine Damen und Herren, liebe Investoren, wir haben einen langen Weg durch die Welt des Schutzes integrierter Schaltkreise zurückgelegt. Lassen Sie mich die wichtigsten Punkte zusammenfassen: Der Topographieschutz ist ein eigenständiges Schutzrecht, das speziell auf die Bedürfnisse der Halbleiterindustrie zugeschnitten ist. Er ergänzt das Patentsystem, ersetzt es aber nicht. Die Schutzvoraussetzungen sind mit der "eigenen geistigen Leistung" bewusst niedrig gehalten, um der schnellen Innovation in der Branche gerecht zu werden. Der Anmeldeprozess ist vergleichsweise einfach, aber die Durchsetzung kann schwierig und teuer sein. Der Schutz ist territorial, und die internationale Durchsetzung bleibt eine Herausforderung.

Aber ich möchte nicht nur zurückblicken, sondern auch nach vorne schauen. Die nächste Dekade wird entscheidend sein für die Weiterentwicklung des Schutzes integrierter Schaltkreise. Mit der fortschreitenden Digitalisierung wird die Bedeutung von Chips weiter zunehmen. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen werden die Chip-Designs radikal verändern, und der Gesetzgeber muss darauf reagieren. Ich erwarte, dass es in den nächsten Jahren eine Reform des Rechtsrahmens geben wird, um KI-generierte Topografien zu erfassen. Auch das Thema "3D-Chips" wird die Rechtsentwicklung beeinflussen. Für Investoren bedeutet das: Bleiben Sie aufmerksam und lassen Sie sich rechtzeitig beraten.

Meine persönliche Reflexion: Ich habe in 26 Jahren viele Veränderungen erlebt, aber die Geschwindigkeit, mit der sich die Halbleitertechnologie entwickelt, ist beispiellos. Der Schutz geistigen Eigentums wird dadurch nicht unwichtiger, sondern noch wichtiger. Ich erinnere mich an einen Satz eines Kunden, der mir immer im Gedächtnis geblieben ist: "In dieser Branche ist derjenige, der nicht innoviert, schon verloren. Aber derjenige, der seine Innovation nicht schützt, ist es auch." Das ist eine Weisheit, die ich jedem Investor ans Herz legen möchte. Der Schutz von integrierten Schaltkreisen nach dem Recht des geistigen Eigentums ist kein statisches Feld, sondern ein dynamisches Instrument, das sich an die technologische Entwicklung anpassen muss. Ich bin zuversichtlich, dass die nächsten Jahre spannende Entwicklungen bringen werden – rechtlich und technologisch. Wenn ich noch einen Rat geben darf: Investieren Sie in gute rechtliche Beratung, es wird sich auszahlen. Denn am Ende des Tages geht es nicht nur um Recht, sondern um den Schutz Ihrer Innovation und damit um den Schutz Ihres Geschäfts, Ihrer Arbeitsplätze und Ihrer Zukunft.

## Zusammenfassende Einschätzung der Compliance/4994.html">Jiaxi Steuerberatung

Die Jiaxi Steuerberatung begleitet seit über 25 Jahren Unternehmen bei der Sicherung und Verwertung geistigen Eigentums, insbesondere im Bereich integrierter Schaltkreise. Wir sehen den Topographieschutz als ein unverzichtbares Instrument für Unternehmen der Halbleiterindustrie, das strategisch klug eingesetzt werden muss. Unsere Erfahrung zeigt, dass viele Unternehmen den Schutz unterschätzen oder zu spät beantragen. Die Kombination von Patent- und Topographieschutz bietet den umfassendsten Schutz für Chip-Designs. Wir empfehlen unseren Mandanten, frühzeitig eine Schutzrechtsstrategie zu entwickeln und diese regelmäßig zu überprüfen. Die internationale Durchsetzung bleibt eine Herausforderung, aber mit der richtigen Vorbereitung und professioneller Unterstützung können Risiken minimiert werden. Investoren sollten den Topographieschutz als Teil ihrer Due-Diligence-Prüfung betrachten, denn gut geschützte Technologie ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Wir stehen Ihnen gerne für eine individuelle Beratung zur Verfügung.